Dekonvolution (Deconvolution) für Einsteiger: PSF, Deringing und Masken
Dieser Artikel fasst Notizen aus dem Jahr 2021 zusammen; einige Werkzeuge oder Abläufe wurden inzwischen aktualisiert, behalte das beim Lesen bitte im Hinterkopf.
Es scheint, dass nicht wenige Gleichgesinnte schon beim bloßen Namen des Prozesses Deconvolution (Dekonvolution) die Farbe wechseln — aus Angst, das Bild zu ruinieren, oder mit dem Gefühl, viel Zeit aufzuwenden und trotzdem kein gutes Ergebnis zu bekommen.
Tatsächlich ist es gar nicht so furchteinflößend, eine Dekonvolution gut hinzubekommen. Zunächst muss sich dein Luminanzkanal-Bild im linearen Zustand befinden. Darüber hinaus brauchst du drei Wunderwaffen:
- PSF (Punktspreizfunktion): lässt sich von Hand erstellen oder von der Software automatisch erzeugen.
- Local Deringing Support (Maske heller Sterne): wird von der Software automatisch erzeugt.
- Deconvolution Mask (Dekonvolutions-Maske): begrenzt den Anwendungsbereich und muss von Hand erstellt werden.
Der Arbeitsablauf
Sind die drei Wunderwaffen bereit, ist der folgende Ablauf eigentlich nicht kompliziert:
- Erstelle über einen kleinen Bereich des Bildes ein Vorschaufenster (Preview).
- Passe die deringing-Parameter im Dekonvolutions-Prozess an und wende sie nur auf dieses Vorschaufenster an.
- Wenn du bestätigt hast, dass alles in Ordnung ist, wende es auf das ganze Bild an, und schon bist du fertig.
Wer die Bedienung gut beherrscht, ist damit meist in 15 bis 20 Minuten fertig.

Hast du auf ein Bild noch nie eine Dekonvolution angewendet? Probier es ruhig einmal aus — es ist wirklich nicht so schwer, wie du dir vielleicht vorstellst.