
M20 Trifid Nebula
- Objekttyp
- Nebel
- Aufnahmedaten
- ASA 500N · FLI ML16803
- Gesamtbelichtungszeit
- 2.8h
M20 Trifidnebel
Der Trifidnebel liegt im Sternbild Schütze und ist eine „interstellare Blume“, die in den Tiefen des Alls schwebt, etwa 3000 bis 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er wurde 1764 vom französischen Astronomen Charles Messier entdeckt und erhielt den Namen „Trifid“ (dreigeteilt), weil ihn drei dunkle Staubbänder in drei Lappen zerschneiden, sodass er wie eine in drei Teile gespaltene Blume aussieht.
Dieser Nebel ist besonders bezaubernd, weil er drei Gesichter auf einmal zeigt:
- Der rote Emissionsnebel: Wasserstoff wird vom intensiven ultravioletten Licht junger Sterne erhellt und leuchtet in kräftigem Rot.
- Der blaue Reflexionsnebel: Feine Staubkörnchen reflektieren wie Spiegel das Sternenlicht und streuen einen traumhaften blauen Lichthof.
- Der schwarze Dunkelnebel: Dichter Staub bildet Schatten, gleich Rissen, die die Blütenblätter durchtrennen.
Dieser Nebel hat einen Durchmesser von etwa 40 Lichtjahren, und in seinem Inneren sind über tausend junge Sterne entstanden, von denen einige sogar die 20-fache Masse der Sonne erreichen. Damit ist er nicht nur ein Kunstwerk des Universums, sondern auch ein natürliches Labor, in dem Astronomen die „Geburt der Sterne“ erforschen.
Für Amateurastronomen ist der Trifidnebel überdies einer der Höhepunkte des sommerlichen Nachthimmels. Schon mit einem kleinen Teleskop lassen sich seine einzigartigen Farben und Strukturen erspähen und fotografieren — als sähe man mit eigenen Augen eine in der Milchstraße erblühte kosmische Blume.
ASA 500N
FLI Proline 16803
ASA DDM85
Astrodon 50mm RGB
Rx12, Gx13, Bx8, 300s
Gesamtbelichtungszeit: 3 Stunden
Aufnahmeort: ChileScope