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Elektronische Fokussierer ausgepackt: FocusCube 2 gegen Senso 2

Ausrüstung2022.02

Diesmal landeten gleich zwei elektronische Fokussierer bei mir: der FocusCube 2 von PegasusAstro und der Senso 2 von Primalucelab (Letzterer ein Testgerät, ausgeliehen vom Vertrieb). Beim Einbauen habe ich nebenbei ein paar Unboxing- und Nutzungseindrücke festgehalten, als Anhaltspunkt für Gleichgesinnte, die mit dem Kauf liebäugeln.

Das Auspacken der beiden elektronischen Fokussierer

PegasusAstro FocusCube 2

  1. Er benötigt eine Halterung, weshalb der Einbau vergleichsweise umständlich ist; außerdem passt die Länge der beigelegten Originalschrauben nicht – du musst dir eigene M4x8-Schrauben besorgen, um ihn festzuschrauben.
  2. Die Position der Bohrungen an der Halterung ist eingeschränkt – bei meinem Askar FRA 600 zum Beispiel lässt er sich nur am linken Fokusrad anbringen.
  3. Man muss nur ein einziges Netzwerkkabel anstecken – Plug-and-Play, ohne dass ein zusätzlicher Treiber installiert werden muss (allerdings funktioniert der FocusCube nur zusammen mit einem Pegasus-Controller; alternativ gibt es auch eine eigenständige, integrierte Version).
  4. Der Motor läuft leise.

Primalucelab Senso 2 (Testgerät vom Vertrieb)

  1. Die beigelegten Schrauben sind eher klein und gehen beim Einbau leicht verloren, wenn sie herunterfallen – also besonders aufpassen.
  2. Er braucht keine Halterung und lässt sich direkt an der ursprünglichen Position des Fokusrads anbringen.
  3. Der Motor ist im Betrieb lauter.
  4. Über den Browser lässt er sich per WiFi verbinden, um die Fokussierung manuell zu steuern.
  5. Auch nach dem Anbau des Motors lässt sich das Fokusrad noch von Hand drehen (nur eben nicht besonders leichtgängig).

Der elektronische Fokussierer, montiert am Fokussierer des Teleskops

Beide haben ihre Kompromisse: Der FocusCube 2 punktet mit Laufruhe und Plug-and-Play, ist aber aufwendiger einzubauen und wählerisch bei der Position des Fokusrads; der Senso 2 punktet damit, ohne Halterung auszukommen, sich direkt an Ort und Stelle setzen zu lassen und die Flexibilität des manuellen Drehens zu bewahren – um den Preis eines lauteren Betriebs und kleiner Schrauben, die leicht verloren gehen. Welchen du letztlich wählst, hängt eben doch von deiner optischen Zusammenstellung und deinen Nutzungsgewohnheiten ab.