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Aufnahmedaten auf einer Server-U.2-SSD speichern: Auspacken der WD SN650 7,68 TB

Ausrüstung2023.09

Die Aufnahmedaten der Astrofotografie sind sehr speicherhungrig – schnell einige Dutzend GB in einer einzigen Nacht. Nachdem die 4-TB-M.2-Festplatte, die ich zuvor genutzt hatte, zur Reparatur (RMA) eingeschickt worden war, nahm ich die Gelegenheit wahr und suchte eine etwas untypische SSD, um die Lücke zu füllen – die WD SN650, U.2-Schnittstelle, 7,68 TB.

WD SN650 U.2 NVMe 7,68 TB SSD

Keine SATA-SSD, sondern die Server-Schnittstelle U.2

Auf den ersten Blick sieht diese Festplatte einer gewöhnlichen 2,5-Zoll-SATA-SSD sehr ähnlich, doch tatsächlich nutzt sie die servereigene U.2-Schnittstelle. Deshalb braucht man, um sie in einen gewöhnlichen Desktop-Rechner einzubauen, eine PCIe-Adapterkarte oder eine M.2-Adapterkarte.

Einbau in einen Desktop-Rechner über eine Adapterkarte

Nach dem Einbau und dem Hochfahren erkennt der Rechner die Festplatte direkt; installiert man anschließend noch den Treiber, lässt sich die Lese-/Schreibleistung noch ein Stück weiter steigern. In meinen Messungen liegt ihre Leistung etwa auf dem Niveau von PCIe 3.0. Da sie zudem für den Servereinsatz gedacht ist, ist sie außerdem äußerst schreibfest – die offiziell angegebene Gesamtschreibmenge über fünf Jahre (TBW) reicht bis zu 11.212 TB, was für alle, die häufig große Mengen an Aufnahmedateien verschieben, eine echte Sicherheit bedeutet.

Praxistest von Leistung und Spezifikationen

Der größte Vorteil: die Kosten pro Kapazität

Was mich an dieser Festplatte am meisten reizt, ist eigentlich der Preis. Er liegt bei rund 1.200 Taiwan-Dollar pro TB, bei einer nutzbaren Gesamtkapazität von knapp 7 TB. Sucht man eine M.2-Festplatte gleicher Kapazität (etwa 8 TB), beträgt der Preis oft mindestens das Zwei- bis Dreifache dieser Festplatte. Für alle, die große Mengen an Aufnahmedaten langfristig lagern müssen, sind diese Kosten pro Kapazität durchaus konkurrenzfähig.

Die gesamte Konfiguration nach abgeschlossenem Einbau

Einschränkungen im Gebrauch

Die wichtigste Einschränkung dürfte die Einbaubedingung sein: Sie lässt sich nur in einem Steckplatz mit PCIe 4x einbauen oder muss über eine M.2-Schnittstelle adaptiert werden. Solange dein Mainboard über eine solche Erweiterungsmöglichkeit verfügt, ist eine Server-U.2-SSD als großvolumiger Speicher für die Astrofotografie eine sehr lohnende Wahl. So viel für heute.