Jenes Glas Wasser, das im Dunkeln leuchtet: ein Chemilumineszenz-Experiment mit Luminol
Manche Freunde sind sehr neugierig: Jenes Glas Wasser, das im Dunkeln leuchtet – was ist das eigentlich?
Es ist das Luminol-Chemilumineszenz-Experiment. Dieser Stoff wird häufig verwendet, um an Tatorten Blutspurenreaktionen nachzuweisen – wo immer Blutspuren vorhanden sind, leuchtet es. Im Folgenden habe ich die Erläuterungen zum Experiment zusammengestellt.
Erläuterung des Experiments
Wenn Luminol in einer alkalischen Lösung gelöst wird, wird es deprotoniert und bildet ein reaktives Anion. Nach Zugabe von Wasserstoffperoxid (H₂O₂) und einer geringen Menge Eisenionen (Fe³⁺) wird das Luminol-Anion oxidiert und erzeugt ein kurzlebiges Zwischenprodukt im angeregten Zustand.
Dieses Molekül im angeregten Zustand kehrt anschließend in den Grundzustand zurück und gibt Energie ab, die in Form von blauem Licht (etwa 425 Nanometer) erscheint. Das „Leuchten“, das wir mit bloßem Auge sehen, ist eben dieser Vorgang der Energieabgabe.
Anmerkung: Dass in den Videos Licht in unterschiedlichen Farben auftaucht, liegt in Wahrheit daran, dass der Flüssigkeit zusätzlich ein Fluoreszenzmittel beigegeben wurde.
Sicherheitshinweis
Falls du zu den Freunden gehörst, die es selbst einmal ausprobieren möchten, sei besonders vorsichtig: Die Materialien dieses Experiments umfassen Natriumhydroxid und Wasserstoffperoxid, die beide bis zu einem gewissen Grad ätzend und gefährlich sind. Trage beim Ansetzen der Lösung unbedingt Handschuhe und gehe behutsam vor.