FastIntegration und die Registrierung und Integration großer Bildmengen
Wenn du nicht ein paar Dutzend, sondern Tausende von Bildern in der Hand hast (etwa Lucky Imaging oder Fast Imaging, wo ein einzelnes Bild nur ein paar hundert Millisekunden bis wenige Sekunden dauert), wird der herkömmliche Ablauf aus Registrierung und Integration zum Verrücktwerden langsam. FastIntegration, das PixInsight in Version 1.8.9-2 hinzugefügt hat, ist genau für dieses Szenario gedacht.
Was FastIntegration ist
FastIntegration kam zusammen mit PixInsight 1.8.9-2 heraus und ist ein Prozess für Registrierung und Integration, der eigens für Fast Imaging entworfen wurde—eine Variante des Lucky Imaging (Einzelbildzeiten von etwa 500 ms bis wenige Sekunden)—und der auf einen Schlag Tausende von Bildern verarbeiten kann. (Dieselbe Version hat nebenbei auch Prozesse und Skripte wie StarAlignment, ImageSolver, HDRMT, HDRComposition, WBPP und AnnotateImage verbessert.)

Ihr Zweck ist es, die Bilder nach abgeschlossener Kalibrierung zu registrieren, zu verwerfen (Rejection) und zu integrieren. Der Schlüssel liegt in ihrer Annahme: die Unterschiede zwischen den einzelnen Bildern sind allesamt sehr klein. Auf dieser Annahme aufbauend verwendet sie beim Registrieren der Sterne einen schnelleren Algorithmus; und wenn der schnelle Algorithmus scheitert, kann sie automatisch auf den herkömmlichen Registrierungsalgorithmus zurückschalten. PI hat offiziell ein Anwendungsvideo veröffentlicht, das den kompletten Ablauf von fast 900 Bildern von der WBPP-Kalibrierung bis hin zu Registrierung und Integration mit FastIntegration vorführt.

Erweiterung: FFTRegistration zum Registrieren von Mond und Sonne
Neben FastIntegration gibt es beim Verarbeiten großer Mengen von Bildern spezieller Ziele noch ein weiteres praktisches Skript, das man kennen sollte—das FFTRegistration Script.
Nach meinen Tests kann FFTRegistration nicht nur die Mondoberfläche registrieren, sondern auch die Sonne. Ich habe 100 Bilder aus der Phase C2–C3 der ringförmigen Sonnenfinsternis von 2020 zum Testen herangezogen, und solange man ein gutes Referenzbild auswählt, gelingt die Registrierung korrekt. Freunde, die neulich die totale Sonnenfinsternis in Nordamerika aufgenommen haben, aber nicht wussten, wie man eine große Menge Sonnenbilder registriert, können diese Methode einmal ausprobieren.

Zu beachten ist: In den Phasen des zweiten und dritten Kontakts (um C2 und C3 herum; bei einer ringförmigen Finsternis um Anfang und Ende der Ringphase herum) kann es sein, dass sich ein Teil der Bilder nicht registrieren lässt, weil die Sonnenscheibe unvollständig ist. Das rührt von der angeschnittenen Scheibe her und ist ein normales Phänomen—man sortiert einfach die Bilder aus, die sich nicht registrieren lassen.
