本站提供正體中文版。切換到正體中文本站提供简体中文版。切换到简体中文This site is available in English.View in Englishこのサイトには日本語版があります。日本語で表示이 사이트는 한국어로도 제공됩니다.한국어로 보기Este sitio web también está disponible en español.Ver en españolQuesto sito è disponibile anche in italiano.Visualizza in italianoCe site est également disponible en français.Afficher en françaisEste site também está disponível em português.Ver em portuguêsDeze website is ook beschikbaar in het Nederlands.In het Nederlands bekijkenЭтот сайт также доступен на русском языке.Смотреть на русскомयह वेबसाइट हिन्दी में भी उपलब्ध है।हिन्दी में देखेंهذا الموقع متاح أيضًا باللغة العربية.عرض بالعربيةSitus ini juga tersedia dalam bahasa Indonesia.Lihat dalam bahasa IndonesiaBu site Türkçe olarak da mevcut.Türkçe görüntüleTa strona jest dostępna także po polsku.Wyświetl po polskuTrang web này cũng có phiên bản tiếng Việt.Xem bằng tiếng Việtاین وب‌سایت به فارسی هم در دسترس است.مشاهده به فارسی

Den linearen und nichtlinearen Zustand eines Bildes verstehen

Stretching & Nichtlinear2021.02

In der astronomischen Nachbearbeitung hört man oft „dieser Prozess muss im linearen Zustand gemacht werden“ und „jener wartet, bis es nichtlinear ist“ – aber was genau ist eigentlich linear und was nichtlinear? Das war einst ein Konzept, das ich anderen nur schwer verständlich machen konnte. Später fand ich eine bessere Art, es zu erklären – nämlich über die MTF-Kurve. Dieser Artikel nutzt die MTF zusammen mit dem Werkzeug Histogram Transformation (HT), um die Grenze zwischen beiden klar zu ziehen.

Linear und nichtlinear mit der MTF-Kurve definieren

Der Schlüssel liegt in einer einzigen Handlung: Sobald du die Position des midtone (Mittelton) veränderst, ist die Ausgabe des Bildes nicht mehr linear.

Der Grund ist, dass das Anpassen des midtone „das Abstandsverhältnis zwischen Pixeln unterschiedlicher Helligkeit“ verändert. Ursprünglich stehen die Helligkeiten der einzelnen Pixel in einem gleichbleibenden Verhältnis zueinander (linear); sobald der midtone verschoben wird, wird dieses Verhältnis verzerrt, und die Ausgabe wird naturgemäß nichtlinear (du kannst es mit der Kurvenänderung im Ausgabebereich des HT-Werkzeugs abgleichen).

Das ursprüngliche, unbearbeitete Bild im linearen Zustand

Nach dem Anpassen des midtone tritt das Bild in den nichtlinearen Zustand ein

Aus einem anderen Blickwinkel wird es anschaulicher: Traditionell ist ein Astrofoto direkt nach der Integration ein pechschwarzes Feld, auf dem man nichts sieht (linearer Zustand), und wir müssen es so weit hochziehen, dass das Ziel klar zu sehen ist – diese Handlung ist zwangsläufig ein großer nichtlinearer Stretch. Zum Beispiel wird in APP nach der Integration nicht nur eine lineare Datei erzeugt, auf der man nichts sieht; wenn du rechts unterhalb des Stretch auf Speichern klickst, wird zusätzlich ein zweites, gestretchtes, nichtlineares Foto gespeichert.

(Es gibt auch die Auffassung, dass eine sehr geringfügige Anpassung noch als linear gelten kann; dieser Artikel legt die strengere Definition zugrunde – sobald man den midtone anrührt, gilt das Bild als in den nichtlinearen Zustand eingetreten.)

Nur shadow oder highlight anzupassen zerstört die Linearität nicht

Nicht jede Anpassung macht das Bild nichtlinear. Wenn du nur den shadow (den dunklen Endpunkt) oder den highlight (den hellen Endpunkt) bewegst, änderst du die lineare Beziehung zwischen den Pixeln nicht – du skalierst oder beschneidest lediglich die Endpunkte:

  • shadow nach rechts schieben: die Schatten ausweiten (die dunklen Töne auseinanderziehen).

shadow nach rechts geschoben, die Schatten ausgeweitet

  • shadow nach oben schieben: die Schatten allmählich als Grau ausgeben.

shadow nach oben geschoben, die Schatten werden allmählich als Grau ausgegeben

  • highlight nach links schieben: die Lichter ausweiten.
  • highlight nach unten schieben: die Lichter allmählich als Grau ausgeben.

Die Auswirkung der highlight-bezogenen Anpassungen auf die hellen Töne

Ein Detail zum Werkzeug als Ergänzung: Da das HT-Werkzeug von PixInsight die Optionen Low und High Ranges bereits entfernt hat, habe ich die obigen Demonstrationen zum „nach oben schieben / nach unten schieben“ (Ausgabe als Grau) stattdessen mit dem Werkzeug Curves dargestellt.

Warum diese Grenze wichtig ist

Die Bedeutung von linear/nichtlinear zu verstehen ist sehr praktisch – viele Bildbearbeitungsprozesse (etwa Farbkalibrierung oder Dekonvolution) laufen nur im linearen Zustand korrekt; sobald du gestretcht und den midtone bewegt hast, wird das Bild nichtlinear, und die Ergebnisse mancher Prozesse geraten daneben. Wenn du also einen Workflow aufbaust, ist es oft wichtiger, dir vorab klarzumachen, „ob dieser Schritt vor oder nach dem Stretchen zu machen ist“, als sich jeden einzelnen Knopf zu merken.