Den Generalized Hyperbolic Stretch (GHS) kennenlernen
Der Stretch-Prozess Generalized Hyperbolic Stretch (GHS) – in PixInsight in Form eines Skripts verfügbar – ist schon eine Weile draußen, und auch ich verwende ihn seit geraumer Zeit. Dieser Artikel fasst zusammen, was ich aus dem tatsächlichen Gebrauch mitgenommen habe, sowie die Verwendungsweisen, die ich für passender halte.
Mein Fazit aus der Nutzung: gut geeignet als Feinabstimmungswerkzeug
Ehrlich gesagt hatte ich über mehrere Anläufe hinweg durchgehend das Gefühl, dass das Stretchen rein mit GHS von Grund auf keine besseren Ergebnisse brachte und obendrein oft viel Zeit kostete, um es mehrmals hin und her nachzujustieren. Deutlich besser wurde das Erlebnis, als ich die Reihenfolge tauschte: zuerst das erste Stretchen mit einer anderen Methode erledigen und dann mit GHS feinabstimmen – so wird das Ergebnis idealer.
Diese Verwendungsweise eignet sich besonders dafür, gezielt die Bereiche anzugehen, die man selbst verstärken möchte. Über die Log-Ansicht kannst du das Histogramm prüfen, die Stelle finden, die du weiter verstärken willst, und dann mit GHS genau diesen Bereich präzise bearbeiten.
Was GHS leisten kann
Aus dem Blickwinkel der Feinabstimmung fühlen sich die Ergebnisse von GHS ähnlich an wie das Steuern eines Bildes mit Lichtern und Tiefen in Photoshop.
Darüber hinaus bietet GHS auch verschiedene Mischmodi, mit denen sich Luminanz oder Farbe getrennt verstärken und mischen lassen. Das bringt einen praktischen Vorteil: Beim Stretchen mit einer positiven Kurve verwässern die Farben gewöhnlich leicht, doch über die Mischmodi von GHS lässt sich dieses übermäßige Verwässern der Farbe vermeiden – und man erhält sogar zusätzlich einen Farbstretch-Effekt ähnlich dem Arcsinh Stretch.

Zusammengefasst: Ich betrachte GHS nicht als mein einziges primäres Stretch-Werkzeug, sondern setze es im späteren Teil des Ablaufs als „Feinschliff nach dem ersten Stretchen“ ein – dort entfaltet es seinen größten Wert.