
M22 Globular Cluster
- Objekttyp
- Sternhaufen
- Aufnahmedaten
- Planewave CDK20 (f/6.8 version) · Moravian Instruments C5A-100M
- Gesamtbelichtungszeit
- 4.6h
M22 Kugelsternhaufen
M22 ist ein elliptischer Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, etwa 10.600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er ist einer der hellsten Kugelsternhaufen am Nachthimmel, mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 5,1. Der Rote-Riesen-Ast (RGB) von M22 zeigt eine große Farbvielfalt, ähnlich der bei Omega Centauri beobachteten.
M22 ist einer von nur vier bekannten Kugelsternhaufen, die einen Planetarischen Nebel enthalten (die anderen drei sind M15, NGC 6441 und Palomar 6). Dieser Planetarische Nebel wurde 1986 von Gillett und Kollegen anhand von Daten des IRAS-Satelliten entdeckt und 1989 bestätigt. Der Zentralstern des Planetarischen Nebels ist ein blauer Stern, und man schätzt, dass dieser Planetarische Nebel (mit der Bezeichnung GJJC1) erst 6000 Jahre alt ist. Darüber hinaus entdeckten Astronomen 2012 mithilfe des Very Large Array (VLA) in New Mexico und des Chandra-Röntgenobservatoriums zwei Schwarze Löcher in M22 mit einer Masse zwischen dem 10- und 20-Fachen der Sonnenmasse. Diese Entdeckung deutet darauf hin, dass Schwarze Löcher womöglich weniger effizient durch Gravitationswechselwirkungen aus dem Haufen herausgeschleudert werden als bisher angenommen, weshalb man vermutet, dass es in M22 zwischen 5 und 100 Schwarze Löcher geben könnte. Die Wechselwirkungen zwischen Sternen und Schwarzen Löchern könnten den ungewöhnlich großen Kern dieses Haufens erklären.