Photoshop-Masken-Serie: Lichter, Objekte und Alpha-Kanäle
Masken gehören in der Astro-Nachbearbeitung zu den zentralsten Werkzeugen von Photoshop. Dieser Artikel ordnet die Herstellung einiger häufig genutzter Masken — die Lichter-Auswahlmaske, die Objektmaske sowie die Methode, eine fertige Maske über einen Alpha-Kanal zur Wiederverwendung zu speichern. Ehrlich gesagt war ich immer ein wenig zu faul, Photoshop ernsthaft zu lernen, aber da ich es nun einmal in meinen Workflow aufnehmen wollte, musste ich diese Grundlagen doch nachholen.
Lichter-Auswahlmaske
Eine Lichter-Auswahlmaske dient dazu, die hellen Partien eines Bildes zu erfassen, um gezielte Bearbeitungen auf den Lichterbereich anzuwenden. Die Schritte sind wie folgt:
- Auswahl → Farbbereich → Lichter, dann auf den gewünschten Bereich einstellen
- Auswahl → Auswahl verändern → Erweitern, um die Auswahl angemessen zu vergrößern
- Auswahl → Auswahl verändern → Weiche Kante, um die vergrößerte Auswahl weichzuzeichnen
- Auf die Schaltfläche „Ebenenmaske hinzufügen“ klicken
- Die Lichter-Auswahlmaske für diese Ebene ist fertig

Diese Maske dient dazu, Anpassungen innerhalb des Lichterbereichs vorzunehmen, etwa Schärfen, Erhöhen der Sättigung oder das Begrenzen des Wirkungsbereichs der Dekonvolution. Umgekehrt kannst du, wenn du diese Maske umkehrst (Ctrl+I), die Lichterbereiche schützen und stattdessen die lichtschwachen Partien wie den Hintergrund bearbeiten, zum Beispiel für Rauschminderung oder das Absenken der Sättigung.
Objektmaske (Object Mask)
Eine Objektmaske dient dazu, den Hintergrund zu entrauschen und zu glätten und dabei zugleich Galaxien und Sterne davor zu schützen, beeinträchtigt zu werden. Die Schritte:
- Die Hintergrundebene duplizieren
- Mit Ctrl+A den gesamten Hintergrund auswählen und mit Ctrl+C kopieren
- Eine Ebenenmaske hinzufügen (die Maske anlegen)
- Alt gedrückt halten und mit der linken Maustaste klicken, um in den Maskenbearbeitungsmodus zu gelangen
- Mit Ctrl+V den in Schritt 2 kopierten Hintergrund einfügen (er erscheint nun in Graustufen)
- Mit Ctrl+I die Maske umkehren
- Mit Tonwertkorrektur (Levels) die Maske in einen passenden Zustand bringen







Ist die Objektmaske einmal fertig, kannst du den Hintergrund entrauschen, ohne Galaxie oder Sterne zu beeinträchtigen. Das ist bei der Bearbeitung von Galaxienbildern besonders praktisch — der Hintergrund wird sauber, während das Hauptmotiv völlig unberührt bleibt.
Masken mit einem Alpha-Kanal speichern
Wer schon einmal mit Photoshop gearbeitet hat, weiß, dass sich Auswahl und Maske ineinander umwandeln lassen. Aber wenn ich mühevoll eine Maske erstellt habe und sie später wiederverwenden möchte, wo soll ich sie ablegen?
PixInsight ist in dieser Hinsicht recht unkompliziert: Eine Maske ist selbst eine Bilddatei, du speicherst sie also einfach als neue Datei oder packst sie in ein Project. Und Photoshop? Die Antwort lautet: ab in die „Kanäle“. Neben den drei RGB-Kanälen kann eine Datei noch eine ganze Reihe zusätzlicher Kanäle aufnehmen, und wir können eine Maske als einen Kanal speichern. Wenn wir sie später brauchen, wandeln wir sie direkt in eine Auswahl um und machen daraus wieder eine Maske.

Ergänzung: Die Lehrvideos sind zu YouTube umgezogen
Früher habe ich versucht, masken-bezogene Demovideos auf Facebook zu veröffentlichen, aber die Videos blieben immer in der Prüfungsphase hängen und wurden nie freigeschaltet. Deshalb habe ich alle einschlägigen Lehrvideos fortan zu YouTube verlagert; interessierte Gleichgesinnte finden sie auf dem Kanal: Evan Tsais YouTube-Kanal.