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Code with Claude London 2026: Notizen von zwei Vorträgen

KI2026.05

In letzter Zeit habe ich mir die Zeit genommen, zwei Vorträge anzusehen, die Anthropic vergangene Woche auf der Code with Claude London 2026 gehalten hat – einer war Margots Prompting Playbook, der andere Legoras Erfahrungsbericht zu juristischer KI. Hier ein paar Notizen.

Eine Infografik erläutert den dreistufigen Workflow „Generate, Evaluate, Repair“; ein kleiner Roboter rast über eine Rennbahn und versinnbildlicht, wie ein kleines Modell durch gutes Workflow-Design zu einem großen aufschließt

Margots Vortrag: Auch kleine Modelle können Großes leisten

Was mir aus Margots Vortrag am stärksten in Erinnerung geblieben ist, war ein Datendiagramm: Kombiniert man Sonnet mit diesem dreistufigen Workflow „Generate, Evaluate, Repair“, erreichte die Erfolgsquote tatsächlich die der Kombination aus Opus mit vertieftem Denken (extended thinking) – kostete dabei aber nur halb so viele Token und die halbe Zeit.

Mit anderen Worten: Wenn man den Workflow nur gut gestaltet, kann auch ein kleines Modell ebenso Großes leisten.

Legoras Vortrag: Juristische Arbeit und Softwareentwicklung ähneln einander im Kern

Legoras Vortrag drehte sich vor allem um Vertragsszenarien (ehrlich gesagt war das Englisch der Schweden ein bisschen schwer zu verstehen) und hatte mit meiner Arbeit an Patenterwiderungen wenig zu tun.

Doch ein Satz, den Jacob zu Beginn sagte, hat bei mir durchaus Anklang gefunden: „Juristische Arbeit und Softwareentwicklung sind im Kern einander ähnlich – man kann ihre bewährten Praktiken einfach direkt übernehmen.“ Dieser Satz deckt sich ziemlich genau mit dem, wie ich es derzeit sehe.

Einen Samen säen

Vielleicht lassen sich manche der aufgeschnappten Gedanken nicht sofort einsetzen, aber es ist wie das Säen des Samens eines chinesischen Parasolbaums (Wutong) – womöglich treibt er in irgendeinem künftigen Augenblick aus.

Wer Interesse hat, kann sich die beiden Vorträge auf YouTube suchen und ansehen.