Normalisierung der Signalstärke von Schmalband-Kanälen
Die grundlegendste Schmalband-Bearbeitung besteht darin, Schmalband-Bilder direkt in die RGB-Kanäle einzuspeisen, zum Beispiel bei den Paletten HOO, SHO oder HSO.
Da sich die Signalstärke jedoch von Kanal zu Kanal unterscheidet, kommt es beim direkten Einspeisen der Schmalband-Kanäle in RGB häufig zu einem durchweg grünen (etwa bei SHO) oder durchweg roten (etwa bei HSO) Ergebnis. Hier braucht es dann die „Kanal-Normalisierung“, bei der die unterschiedlichen Schmalband-Signale auf eine ähnliche Stärke angehoben werden, damit sie sich anschließend zusammensetzen lassen.

Einige gängige Normalisierungs-Methoden
In PixInsight kannst du unterschiedliche Schmalband-Signale schon mit den grundlegenden Werkzeugen auf eine ähnliche Stärke anheben. Die gängigen Einsteiger-Methoden sind die folgenden:
- Linear Fit
- PixelMath-Formel (zum Beispiel einen bestimmten Kanal manuell boosten)
- Script (zum Beispiel Skripte wie SHO-AIP)
- Curve
Eine Voraussetzung, die du dir vorher klarmachen musst
Ein Hinweis jedoch: Diese Werkzeuge können zwar die Signalstärke anheben, aber das Signal-Rausch-Verhältnis des Schmalband-Signals selbst muss nach wie vor durch angesammelte Belichtungsstunden aufgebaut werden.
Zum Beispiel sind OIII oder SII bei manchen Zielen von Haus aus eher schwach, und nach dem Anheben wird das Rauschen nur noch deutlicher, was schließlich dazu führt, dass ein bestimmter Kanal des zusammengesetzten Bildes ein schlechteres Signal-Rausch-Verhältnis hat, das sich direkt im Bild zeigt. Die Normalisierung löst also das Problem der „Helligkeitsangleichung“, nicht das Problem des „unzureichenden Signals“ — für Letzteres gibt es keine Abkürzung, es hilft nur Aufnehmen.