Bilder von Farbkameras: CFA-Split und Debayering im Vergleich
Die von einer Farbkamera (OSC) aufgenommenen Rohbilder tragen ein CFA (Farbfilter-Array), und um sie in nutzbare Farbdaten zu verwandeln, gibt es hauptsächlich zwei Wege: der eine ist „CFA-Split“, der andere „Debayering“. Welchen Einfluss haben diese beiden Vorgehensweisen auf die nachfolgenden Details und das Rauschen? Dieses Experiment wollte ich schon lange durchführen, und diesmal bin ich endlich zum Vergleich gekommen.
Vier Bearbeitungswege
Zum Vergleich habe ich vier Bearbeitungsabläufe entworfen:
- Zuerst CFA-Split, dann Sternentfernung, anschließend up sample (2x).
- Zuerst CFA-Split, dann up sample (2x), anschließend Sternentfernung.
- Zuerst Debayer (RGB combined), dann R extrahieren, anschließend Sternentfernung.
- Zuerst Debayer (RGB separated), anschließend die Sterne aus R entfernen.

Beobachtungsergebnisse
- Die Bilder, bei denen zuerst CFA-Split gemacht wurde, sind unschärfer, aber Weg 2 hat mehr Details als Weg 1.
- Die Bilder, bei denen zuerst Debayer gemacht wurde, sind schärfer, aber dort, wo die Hintergrund-SNR niedrig ist, gibt es viele schwarze Punkte.
- Weg 3 und Weg 4 sind völlig gleich.
Meine derzeitigen Schlussfolgerungen
- Wenn du zuerst CFA-Split machen willst, solltest du danach am besten ein Drizzle 2x durchführen.
- Wenn du zuerst Debayer machst, musst du dich dem Problem des Hintergrundrauschens stellen.
- Und noch eine Schlussfolgerung: Wenn du zuerst CFA-Split machst und diese Aufnahme nur für die RGB-Farbe verwendest, während der Luminanzkanal separat aufgenommen wird, dürfte dieses Ergebnis besser ausfallen.
Doch ein Vorbehalt sei ergänzt: Die für diesen Test verwendete Aufnahme wurde nicht kalibriert (ich habe kurzerhand ein Foto herausgesucht und genommen), sodass das Ergebnis dadurch beeinflusst sein könnte; ein etwas strengeres Vorgehen wäre, erst zu kalibrieren und dann zu testen.