本站提供正體中文版。切換到正體中文本站提供简体中文版。切换到简体中文This site is available in English.View in Englishこのサイトには日本語版があります。日本語で表示이 사이트는 한국어로도 제공됩니다.한국어로 보기Este sitio web también está disponible en español.Ver en españolQuesto sito è disponibile anche in italiano.Visualizza in italianoCe site est également disponible en français.Afficher en françaisEste site também está disponível em português.Ver em portuguêsDeze website is ook beschikbaar in het Nederlands.In het Nederlands bekijkenЭтот сайт также доступен на русском языке.Смотреть на русскомयह वेबसाइट हिन्दी में भी उपलब्ध है।हिन्दी में देखेंهذا الموقع متاح أيضًا باللغة العربية.عرض بالعربيةSitus ini juga tersedia dalam bahasa Indonesia.Lihat dalam bahasa IndonesiaBu site Türkçe olarak da mevcut.Türkçe görüntüleTa strona jest dostępna także po polsku.Wyświetl po polskuTrang web này cũng có phiên bản tiếng Việt.Xem bằng tiếng Việtاین وب‌سایت به فارسی هم در دسترس است.مشاهده به فارسی

Sternartefakte: Hard Edges und Sternschäden

Stretching & Nichtlinear2022.05

Zoomt man in ein fertiges Werk hinein, verrät der Zustand der Sterne oft am deutlichsten das Können der Nachbearbeitung. Werden Sterne während der Verarbeitung beschädigt oder werden Artefakte erzeugt, sieht man es im verkleinerten Bild nicht, aber sobald man hineinzoomt, zeigt sich die wahre Gestalt. Dieser Artikel ordnet zwei häufige Arten von Sternartefakten – Sternschäden und Hard Edges – sowie ihre Ursachen.

Sternschäden: meist eine schlecht gemachte Maske

Der Hauptübeltäter bei Sternschäden ist gewöhnlich eine schlecht gemachte Maske. Zoomt man hinein, sieht man es: Auf einem kleinen Bild oder einer Miniatur auf Facebook mag es nicht auffallen, doch zoomt man nach bestimmten Verarbeitungsschritten hinein, stellt man oft fest, dass die Sterne in Mitleidenschaft gezogen wurden. An einem Beispielsatz gezeigt:

  1. Ein mittelheller Stern wird wegen einer falschen Maske nach der Sternverkleinerung per Erosion (in PS der Filter „Minimieren“) in seinem Zentrum verformt und asymmetrisch – genau die häufige Nebenwirkung eines Erosionsfilters.
  2. Auch kleine Sterne entwickeln aus demselben Grund an ihren Rändern teilweise dunkle Ringe.

Nachdem die Maske neu justiert und die Sterne erneut verkleinert wurden, bleiben die Sternränder weitgehend normal, und es kommt zu keiner Verformung mehr.

Eine falsche Maske führt zu verformten Sternen und dunklen Ringen (links); nach dem Neujustieren der Maske wieder normal (rechts)

Vergrößerter Ausschnittsvergleich von Sternschäden und dem korrigierten Ergebnis

Letztlich ist es für einen selbst und nicht für andere, die Sterndetails ordentlich hinzubekommen. Diese Makel zeigen sich erst bei sehr starker Vergrößerung; du magst andere täuschen, aber du würdest nur dich selbst enttäuschen – auch deshalb kostet die Bildbearbeitung so viel Zeit.

Zwei Arten von Sternschäden, die sich erst beim Hineinzoomen zeigen – beide verursacht durch eine schlecht gemachte Maske

Hard Edges: während der Verarbeitung verstärkte Artefakte

Eine weitere häufige Situation sind Hard Edges im Inneren oder am Rand eines Sterns. Sie sind in Wirklichkeit Artefakte, die während der Verarbeitung „erzeugt“ oder „verstärkt“ wurden – der Beweis: In der frisch integrierten Rohdatei existiert diese Art von Hard Edge nicht, sie taucht erst in der nachfolgenden Verarbeitung auf.

In der integrierten Rohdatei gibt es keine Hard Edges; sie erscheinen erst nach der Verarbeitung (markiert)

Die markierten Positionen der Hard Edges im integrierten Bild

Hard Edges treten nicht nur bei Schmalbandbildern auf – auch LRGB hat sie. Nach bisheriger Erfahrung ist die Hauptursache nach wie vor die Sternmaske: Erstellt man eine korrekte Sternmaske, lässt sich das Problem fast vollständig lösen.

Darüber hinaus gibt es eine leicht übersehene Ursache: jener Ring um den Rand eines Sterns wird während der Verarbeitung sehr leicht verstärkt. Wenn du mit mehreren Filtern aufnimmst und die Sterngrößen von Filter zu Filter unterschiedlich sind und du sie nicht vorab aufeinander abgestimmt hast, dann entwickeln sich nach dem Kombinieren der Kanäle an den Rändern der unterschiedlich großen Sterne während der Verarbeitung Ring um Ring aus Schwarz (oder Weiß).

Gut aussehende Sterne hinzubekommen ist also in Wahrheit eine sehr anspruchsvolle Sache. Umgekehrt gilt: Wenn die Sterne theoretisch gut verarbeitet sind, ist das eigentliche Aufnahmeobjekt desselben Bildes meist auch nicht schlecht – wie gut die Sterne aussehen, ist gewissermaßen ein Miniaturbild der Feinheit deiner Nachbearbeitung. Kein Wunder, dass Schmalband besonders viele Sternprobleme hat; wenn man ohne die Sterne auskommt, lässt man sie besser gleich weg.